Das Pferdeklo wollte ich ja Anfangs zwischen Eingewöhnungsboxen und Fressständer integrieren, aber da wir die Fressständer erst mal hintenan stellen mussten haben wir uns kurzerhand für die Stallgasse entschieden.

Als Begrenzung haben wir Balken genommen was wirklich gut funktioniert. Gut, ab und an bewegen die sich Mal, aber der Einstreubereich wird insgesamt gut an Ort und Stelle gehalten. Aber erst Mal mussten wir eine Igelfamilie umquartieren. Die Vormieterin hatte in der Stallgasse einen Haufen Stroh liegen gelassen und eine Igelin – sagt man so? – mit ihren 7! Zwergen hat genau diesen Haufen als Schlafplatz auserkoren. Ich denke jedenfalls nicht das sie Ende August schon im Winterquartier waren. Wir haben also ganz, ganz vorsichtig den Strohhaufen abgetragen und die Familie frei gelegt.

Da schau guck!

Da schau guck!

Die Herrschaften waren ganz und gar nicht amüsiert aber in einem Strohaufen mitten in der Stallgasse konnten sie ja nun wirklich nicht bleiben. Unsere Ausgrabungsbemühungen versuchten die kleinen borstigen Kerle jedenfalls standhaft zu ignorieren indem sie sich untereinander versteckten.

8 Igel auf einem Haufen

8 Igel auf einem Haufen

Nach einiger Recherche haben wir uns für die Maße 2,5 x 3 Meter entschieden. Da kann sich zwar ein Pferd reinlegen, aber es braucht halt auch eine gewisse Größe um ein entsprechendes Auffangvolumen zu haben.

Als Einstreu haben wir uns für „Tierwohl“ Spähne entschieden, da sie recht ergiebig sind und eine größere Saugfähigkeit haben als reines Sägemehl. Wichtig war auch ein Material zu nehmen in das sie gerne reinbieseln weil es nicht spritzt. Und da sind ihnen wohl Spähne lieber als Stroh. Außerdem wollten wir einen Unterschied zum reinen Liegebereich. Und was soll ich sagen es funktioniert!!! 🙂

Stallgasse mit Pferdeklo

Stallgasse mit Pferdeklo

Sicher der eine oder andere Haufen wird auch schon mal in die Stallgasse oder natürlich auch in den Außenbereich gelegt aber so ca. 70-80% landen im Pferdeklo. Interessanterweise scheints für die Pferde gar nicht so einfach zu sein das Klo auch wirklich zu treffen.

Grad noch drin

Grad noch drin

Daneben

Daneben

In den Liegeberich wurde jedenfalls in den letzten Wochen nur Anfangs einmal reingebieselt und in rund 5 Wochen gerade Mal 3 Haufen gelegt. Inzwischen hat sich das Klo etabliert und wir sind froh das der Liegebereich nicht mehr als Toilette benutzt wird. Die Pferde bleiben sauber, es macht deutlich weniger Arbeit und Stroh sparen wir auch noch ;-). Ich hoffe nur das die Einstellerpferde auch so gut mitmachen, aber die Erfahrung hat eigentlich gezeigt das wo ein Haufen liegt immer andere mit dazu gelegt werden.

Erfreulich ist auch das unsere Bedenken bezüglich des Bodens – Fliesen und Beton – nicht eingetroffen sind. Weder rutschen die Pferde in der Stallgasse wenn sie mal Gas geben noch hat es zuviel Abrieb an den Hufen.