Heute habe ich mit ihm wieder auf dem Platz „gearbeitet“. Ich hab die Einheit bewusst kurz gehalten damit er sich sicher fühlt und wir zusammen positive, vertrauensvolle Erfahrungen machen. Da Fine nicht dabei war und im Stall mehrfach nach ihm geschrien hat war er etwas unruhig und hat ebenfalls mehrfach gewiehert.

Wie bei unseren anderen hab ich ihn im Halfter zum Platz geführt und ihn dann erst mal aus gelassen, also ohne Halfter laufenlassen. Wie immer ist erst mal das inzwischen gut wachsende Gras auf dem Platz interessanter. Ich hab ihn einmal kurz angemacht und schon folgte er mir willig überallhin. Dann sind wir zusammen zum Kappzaum gegangen und er ließ sich bereitwillig den Zaum anlegen. Die Longe eingeklinkt und los ging es.

Ich hab es wie gesagt bei einer kurzen, also etwa 15 minütigen Einheit bewenden lassen. Mein Ziel war das er mir nach wie vor freiwillig vertrauensvoll folgt, freiwillig mitarbeitet und wir das Führen in Stellung im Ansatz noch einmal üben. Er hat sehr brav mitgearbeitet und es hat sehr schnell bei im geschnackelt und er wusste was ich wollte. In seinem Eifer hat er dann auch gleich Schulterherein und Traversale angeboten. Ich habe ohne Gerte oder Peitsche gearbeitet, sprich er hat lediglich auf das Ausstrecken meines kleinen Fingers reagiert. Ein sehr sensibles und blitzgescheites Pferd! Bei jedem Ansatz in die richtige Richtung wurde er überschwenglich von mir gelobt. Er hat sich dabei immer richtiggehend stolz aufgerichtet und damit deutlich gezeigt das er verstanden hat dass er etwas richtig gemacht hat.

Dannach hab ich ihn wieder ausgelassen und nach ein paar Maul voll Gras ist er mir wieder gefolgt, wobei ich den Eindruck hatte das er sichtlich irritiert über die Kürze der Einheit war ;-). Ich bin ja ein Verfechter des Programms der kleinen Schritte und gehe lieber einen zu kleinen als einen zu großen Schritt :-).

Etwas zögerlich ist er mir wieder zurück zum Stall gefolgt. Routiniert hielt er synchron zu mir an als ich Kappzaum und Longe eingesammelt hab und ebenso als ich sie wieder vor der Sattelkammer abgelegt habe. Wie ein Profi!

Fazit: eine wirklich gelungene kleine Einheit in der das gesetzte Ziel locker erreicht wurde! Das Join up hat uns eine gute, wirkungsvolle Basis des gegenseitigen Vertrauens gebracht.