Gelassene Geländeritte

Amoroso wird von Friedl nach wie vor hauptsächlich im Gelände geritten, was beide sehr genießen. Dabei arbeiten die beiden an ihrer Kommunikation. Amoroso lernt bestimmte Strecken mal im Galopp und mal im Schritt zu gehen. Er tänzelt zwar wenn er eine Strecke die er beim letzten Mal galoppieren durfte nun im Schritt gehen muss, ist aber locker händelbar. Er hat sichtlich Freude am Laufen.

Was uns immer wieder positiv überrascht ist seine Nervenstärke. Ist er doch ansonsten eher ein ängstliches Pferd das allem Neuen gegenüber erst einmal skeptisch bis ablehnend gegenüber steht, besonders wenn es um Mensch gemachten Dinge geht ;-). Zwar hat er inzwischen gelernt sich nicht nur Mähne und Schweif einsprühen zu lassen sondern auch mit Bremsenspray und auch das Abspritzen mit Wasser ist kein Problem mehr für ihn, aber dennoch reagiert er erst mal mit starker Körperspannung auf alles Neue. Er hat gelernt uns zu vertrauen und die Vertrauensbasis wird immer stabiler. Im Gelände geht er nahezu furchtlos an Mähdreschern, Bulldogs, furchteinflössenden Containern und ähnlichen Schreckgespenstern vorbei. Im Zweifelsfall tänzelt er halt seitwärts – das vermeintliche Monster fest im Blick – an dem Ungeheuern vorbei.

Längere Trab- und Galoppstrecken meistert er locker am losen Zügel und mit entspannt pendelndem Schweif. Er reagiert auch nach längeren Ritten nicht druckempfindlich im Rücken und macht auch keinen verspannten Eindruck. Das Sitzreitkissen ist ja doch suboptimal. Wenn wir den Putzplatz mit Sattel und Putzkisten vorbereiten steht er meist schon an der Türe. Er will arbeiten! Für uns ein faszinierender Wandel, galt er doch als arbeitsscheu und unmotiviert.

Das wichtigste Etappenziel – Freude am Reiten – haben wir nun erreicht.

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