Freude am Laufen

   15. Juli 2013   Keine Kommentare zu Freude am Laufen

Amoroso entwickelt sich immer mehr zu einem richtigen Reitpferd. Beim Aufsteigen steht er inzwischen vorbildlich. Kaum ist Friedl oben geht er vom Fleck weg entspannt los und schnaubt ab. Beim Antraben bleibt er trotz des doch suboptimalen Reitkissens entspannt. Inzwischen traben und galoppieren die beiden ganz normal. Und Amoroso entwickelt sichtlich Lauffreude :-). Weil Friedl sich die ersten Male so gefreut hat das er entspannt blieb und überhaupt laufen wollte hat er Amoroso selbst das Tempo bestimmen lassen. Nun hat er erstmal etwas Schwierigkeiten wieder mehr Ruhe rein zubringen. Amoroso läuft offensichtlich sehr gerne und es mangelt ihm zur Zeit etwas an dem Verständnis dafür das er nicht nur im unkontrollierten Renngalopp durch die Gegend schießen kann.

Heute früh beim Anblick eines Stoppelfeldes war er jedenfalls nur mit viel Geduld davon zu überzeugen das jetzt nicht galoppiert wird. In dieser Phase ist es wichtig seine Freude zu erhalten aber dennoch die Kontrolle zu behalten. Seinen Unmut macht er lauthals durch seitwärts tänzeln und lustigen kleinen Bocksprüngen Luft. Er hüpft dann einfach. Es ist irgendwie kein richtiges Buckeln sondern halt nur ein Hüpfer. Friedl bleibt dann einfach 😉 entspannt und gelassen und es dauert nicht lange bis wieder Ruhe einkehrt. Nun werden wir wohl mal wieder einige Einheiten auf dem Reitplatz einschieben um die Kommunikation zu verfeinern. Da er dank der vermehrten Bewegung inzwischen ganz gut abgenommen hat können wir auch langsam daran denken einen Sattel für ihn anpassen zu lassen.

Ich werde natürlich weiter seine Entwicklung dokumentieren aber ich denke ich kann schon jetzt sagen das der Korrekturversuch erfolgreich war. Amoroso wird sicher nie ein Anfängerpferd werden aber das war auch nicht zu erwarten und das braucht es ja auch nicht. Er braucht eine vertrauensvolle Beziehung zu seinem Menschen und verlangt nach kontinuierlicher Beschäftigung aber er ist erstaunlich nervenstark und gelassen. Und einfach ein superliebes, menschbezogenes und verschmustes Pferd das nicht im Traum darauf käme irgendjemanden etwas zu tun. Vertrauen und Respekt müssen verdient werden und auf Gegenseitigkeit beruhen.

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