Schneespaziergang

   20. Januar 2013   Keine Kommentare zu Schneespaziergang

Heute haben wir das erst mal mit Amoroso einen Schneespaziergang gemacht. Ganz alleine, sprich ohne andere Pferde.

Er war anfangs wieder etwas verspielt übermütig und hat alle Käs lang versucht den Strick ins Maul zu nehmen oder ein Stück von Friedls Jacke zu erwischen. Er war aber jetzt nicht angespannt oder war irgendwie verunsichert. Man hatte eher den Eindruck dass er sich gefreut hat wie ein Hund der endlich mal wieder raus darf. Freundlicher, wacher Gesichtsausdruck und lange Oberlippe.

Zwischendrin hat Friedl immer mal wieder das prompte synchrone Anhalten mit ihm geübt. Dabei hat Amoroso sich dann zu ihm umgedreht und seinen Kragen ins Maul genommen. Wie ein Riesenbaby! Er zerrt nicht am Stoff oder versucht einen zu beißen oder sonst wie unangenehm zu werden. Er hält sich nur mit dem Maul an einem fest. Tja …

Er hat sich alles völlig entspannt angeschaut, war aber jetzt auch nicht so, dass er losfetzen wollte. Wäre ja auch ein mögliches Risiko gewesen. Etwas schwer getan hat er sich mit den doch teils glatten Wegen. Aber auch wenn er ins Rutschen kommt gerät er gottlob nicht in Panik, sondern konzentriert sich auf seine Füße und geht halt langsamer.

Was auch positiv war ist, dass er nicht nach den anderen gewiehert hat, so wie er es anfangs immer getan hat, sondern ohne zu zögern und völlig selbstverständlich mit Friedl mitgegangen ist.

Einziger Wermutstropfen: er hat Friedl zwischendrin die Nase blutig gehauen. Wie Pferde es halt untereinander machen und auch bei ihren Menschen, er hat immer wieder mit seiner Nase den Kontakt gesucht. Kommt mir immer ein bisserl vor als wollte sie sich vergewissern das sie nicht alleine sind und alles ok ist. So auch Amoroso. Wie gesagt war er etwas verspielt und übermütig und so sind die beiden halt einmal unglücklich mit den Köpfen aneinander geraten. Amoroso hat sofort mit entschuldigend langer Oberlippen den Kopf verrissen. Es hat einige Zeit gedauert, und erst mal hab ich ihn auch weiter geführt weil Friedl genug mit seinem Nasenbluten zu kämpfen hatte, bis er sich wieder getraut hat Tuchfühlung aufzunehmen und die Vorsichtigkeit mit der er sich wieder so nah ran getraut hat, hat eigentlich alles gesagt. Er hatte wirklich nicht vor Friedl zu verletzten. Der hat es ihm dann auch nicht wirklich krumm genommen und danach sind die beiden wieder einträchtig weiter marschiert ;-). Jungs!

Fast schon unnötig zu bemerken dass er kein einziges mal gegiftelt oder sich sonst wie daneben benommen hat. Nur wollte er nicht wieder so schnell zurück in den Auslauf. Ich glaub wenn es nach ihm gegangen wäre hätte der Spaziergang nicht eine Dreiviertel sondern gleich mehrere Stunden dauern können :-). Schön!

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